Spuren des Grauens

Heute habe ich all das nachgeholt, was ich in den letzten Tagen nicht geschafft habe! Allerdings muß ich sagen, daß es immer wieder zusätzlichen Aufwand bedeutet, sich nach zwei Tagen (oder wieviel auch immer) Schreibpause wieder in die Geschichte einzudenken. Schreiben bedeutet in dem Fall auch immer lesen – und zwar das, was man bis dahin geschrieben hat.
Ich habe inzwischen festgestellt, daß es manchmal sogar einfacher ist, mal mitten in einer Szene aufzuhören, weil man dann besser anknüpfen und wieder einsteigen kann. Birgt zwar auch die Gefahr, daß man aufgrund anderer Stimmung die Szene plötzlich in eine andere Richtung treibt, aber damit kann ich inzwischen besser umgehen als früher.

Andrea und Christopher sind gestreßt. Gerade haben sie am Telefon noch mit jemandem gesprochen, der schwer verletzt schien, und Katie ist schon wieder verschwunden. Bzw. immer noch. Sie versuchen, ihren Entführern auf die Schliche zu kommen, und immerhin haben sie inzwischen Hinweise: Vornamen und ein Autokennzeichen. Bleibt bloß noch, die Gesuchten jetzt auch zu finden. Der verletzte Komplize jedenfalls wird gerade notoperiert und kann keine Auskunft geben. Aber Christopher und Andrea machen sich allein schlau.

„Ist das Blut?“ fragte ich. Auf den Treppenstufen waren dunkle Tropfen zu sehen. Christopher beugte sich hinab, fuhr mit dem Finger durch einen Tropfen und leuchtete seinen Finger an. Rot.
„Definitiv Blut“, sagte er. Kein Wunder, Anthony war ja auch verletzt.
Wir erreichten die Kelleretage und folgten den Blutstropfen bis in einen Raum. Was ich dort sah, ließ mich rücklings gegen Christopher prallen.
„He“, sagte er. Als er dann jedoch an mir vorbei durch die Tür spähte, stockte ihm der Atem. „Heilige Scheiße.“
„Du sagst es.“ Im Schein des glimmenden Feuers im Feuerkorb betraten wir den düsteren Raum und schauten uns um. Stumm deutete Christopher auf einige Gerätschaften, die jemand auf einen Hocker gelegt hatte. Er leuchtete mit der Taschenlampe darauf. Im Lichtkegel offenbarte sich uns Schauerliches.

Da wird den beiden bewußt, wieviel Glück im Unglück Katie hatte. Und sie wissen auch, daß sie sie schnell finden müssen.

Letzter Satz für heute: „Du solltest mal lieber gescheit Auto fahren!“ schnappte Dan zurück.

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