Marschroute

Warum eigentlich schreiben Thriller sich so völlig anders als Fantasy?
Ich habe nun „Ihre innersten Dämonen“ zum zweiten Mal durch und mir ist aufgefallen, daß hier dieselbe Seuche vorliegt wie seinerzeit bei „Am Abgrund seiner Seele“: Ich habe es zu schnell geschrieben. Es erreicht noch nicht die Tiefe, die es haben sollte.
Wer jetzt sagt: Mensch, wieso lernst du daraus auch nicht? – dem kann ich sagen: ging nicht anders …

Ging wirklich nicht anders. Ich konnte einfach nicht anders, als das Ding in 3 Wochen runterzuschreiben. Klar, die Arbeit habe ich jetzt. Aber irgendwie schleicht sich bei mir das Gefühl ein, daß das anscheinend „so muß“.
Höchste literarische Qualität war da auf Anhieb nicht zu erwarten und irgendwie hängt die Story qualitativ in der Mitte richtig durch. Da wird es kontinuierlich gruseliger.
Macht aber nix, denn die Probleme habe ich ausgemacht und als nächstes werde ich sie mir vorknöpfen.

Da wäre zum Beispiel meine Lieblingsanmerkung: „direkter, lebendiger“. Ich erzähle keine Dinge, sondern ich rede nur drüber – aber man fühlt es nicht. Blöd. Irgendwie konnte ich in dem Moment, als es soweit war, nicht aufschreiben, was ich im Kopf hatte.
Aber das ist nicht schlimm, das ist nachzuholen. Das macht auch Spaß; weiß ich ja.
Interessant finde ich, daß das Ende wieder anzieht und besser wird.

Naja, bis auf das richtige, echte Ende – der effektive Schluß muß ganz anders, aber der war erstens noch nie schön und zweitens möchte ich den jetzt so konstruieren, daß er auf die Fortsetzung hinweist.
An der plane ich auch schon fleißig rum und ahne, daß es mir wenig dienlich ist, jetzt am Ende alles in Ordnung zu bringen. Es soll nämlich in Zukunft nicht alles in Ordnung sein!
Klar, wenn alles schön ist, hat man auch nix zu erzählen. Ich brauche Konflikte!!

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