I don’t give a …

Schreiben ist vor allem eins: Kopfsache. Nach wochen- (okay, seien wir ehrlich: monate-) langem Frust und Ärger über die Reaktionsgeschwindigkeit von Verlagslektoren war mir klar: Es muß etwas passieren.
Wenn man veröffentlichen will, überlegt man sich im Vorfeld ja eher nicht, wie ätzend und zäh das alles sein kann und was man macht, wenn es (erst) nicht klappt. Zumindest habe ich das nicht gemacht. (Ja, war eindeutig blöd.)

Aber man wird ja klüger. Man begreift: So kann es nicht weitergehen. Es ist nicht produktiv, sich 24/7 mit allen möglichen und unmöglichen Wenns und Abers zu beschäftigen und vor lauter Wennaberei dann gar nicht erst mit dem Schreiben anzufangen, denn das ist ja alles sinnlos und überhaupt.
Das macht keinen Spaß. Das macht depressiv.

Die Lösung, wenn man nicht schreiben kann, lautet so schlicht wie ergreifend: schreiben. Und nein, ich hatte keine halluzinogenen Drogen zum Frühstück, ich meine das ernst. Ich habe meine Inspiration mit dem Motto Scheißegal überschrieben und einfach drauflosgeschrieben. So wie früher.

Scheißegal, wie das einer findet.
Scheißegal, ob das einer veröffentlicht.
Wenn’s keiner veröffentlicht, tue ich es zur Not einfach selbst. Gut genug ist es nämlich.

Befreiender Gedanke. Und wenn man sich nicht mehr vor Frust und Warterei zur Minna macht, kann man plötzlich wieder wunderbar schreiben.
Ich weiß nicht, wie lang es her ist, daß ich regelmäßig so viel geschrieben habe wie jetzt gerade. Heute waren es zum Beispiel fast 6000 Wörter.

Wenn man dadurch so produktiv wird, ist Scheißegal doch ein feines Motto!

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