Herzstillstand

Die „Knights of Truth“ sind ja nun bekanntlich aus der Reihe geflogen, was in mancher Hinsicht sehr schade ist – man denke nur an die ganz haarsträubend spannende Szene mit dem Autounfall, in der Greg fast draufgeht, oder die Tatsache, daß der Antagonist ein Soziopath ist.
Ich konnte mich ja hinsichtlich des Rauswurfs dieses Teils dahingehend mit mir selbst einigen, daß ich die besten Ideen recyceln wollte. Und das habe ich – der Soziopath ist wieder da und der Unfall wohl nicht gerade, aber Greg geht trotzdem auch diesmal fast drauf. Nur anders. Thomas ist abends gekommen, nur um Andrea eine reinzuwürgen und undankbarerweise steht Greg daneben.

„Weißt du, ich glaube, seitdem bist du nicht mehr ganz auf der Höhe. Ich will nur nicht, daß du das an mir ausläßt. Für diese Typen kann ich nichts!“
„Bist du fertig?“ zischte ich.
Er grinste düster. „Ich habe recht, oder? Die haben dich vergewaltigt.“
„Verdammt noch mal, Thomas! Worum geht es dir?“ rief ich aufgebracht. Ich diesem Moment spürte ich, wie Gregs Finger sich von meinem Arm lösten und er zur Seite taumelte. Erschrocken blickte ich zu ihm auf. Er stieß gegen die Tür, drückte sie gegen die Wand und lehnte sich keuchend daneben. Er war weiß wie der Tod und hatte eine Hand in seinen Pullover gekrallt, direkt über seiner Brust.
„Hol einen Arzt“, sagte er tonlos, fast unhörbar. Als er gleich darauf die Augen verdrehte und in sich zusammensackte, stieß ich einen Schrei aus. Doch ich stand da wie gelähmt. Es dauerte eine Schrecksekunde, bis ich vorschnellte und versuchte, ihn aufzufangen, bevor er mit dem Kopf auf den Boden schlug. Ich ging in die Knie und hielt ihn fest.

Während Andrea gar nicht weiß, was überhaupt vor sich geht, ruft tatsächlich jemand einen Arzt. Glücklicherweise ist Anna in der Nähe, die angesichts ihres ohnmächtigen Sohnes ein besonderes Déjà-vu erlebt, denn das ist ihr schon einmal mit ihrem eigenen Mann passiert. Und so weiß sie, was sie tun muß, um zu verhindern, daß Gregory vom Fleck weg stirbt.

Letzter Satz für heute: Ich rutschte ein Stück vor und griff nach Gregorys Hand. Sie war so kalt wie meine.

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