Auch Pausen sind sinnvoll

Das Schreiben begleitet mich sogar, wenn ich nicht schreibe. So zum Beispiel jetzt. Teil 8 hat mich jetzt seit irgendwann im März begleitet, seitdem habe ich ihn schon um- und neugeschrieben und mir darüber graue Haare wachsen lassen.
Deshalb bin ich jetzt wirklich erst mal froh, fertig zu sein. Ich bin, was das Schreiben angeht, schon recht extrem. Ein Tag ist nur dann ein guter Tag, wenn ich etwas geschrieben habe. Normalerweise. Da bin ich auch ziemlich rigoros und es gibt nur wenige Ausnahmen.
Es sei denn, eine Geschichte ist fertig. Dann genieße ich es sehr, mal nicht im Hinterkopf zu haben „du mußt noch schreiben“. Und das, obwohl ich, wenn ich noch schreibe, eigentlich gar nicht damit fertig werden will. Schon alles sehr merkwürdig.

Im Augenblick nutze ich die Gelegenheit, um hier mal aufzuräumen und alles zu erledigen, was liegengeblieben ist. So befinden sich jetzt endlich Leseproben zu „In Flammen“ auf der Homepage und ich helfe meinem Mann beim Schreiben. Zwar „nur“ eine technische Dokumentation, aber er läuft mir grad für Schreibtips und jede Hilfe die Tür ein.
Dabei ist uns aufgefallen, daß man Schreiben mit allem, was dazugehört, nirgends jemals lernt. Bei mir an der Uni gab es wohl eine Schreibwerkstatt, die das Handwerk und das Arbeiten vermittelt, aber das ist dann auch schon alles.
Wenigstens kann ich sagen, daß es normal ist, regelmäßig auch mal eine Pause zu machen. Daß es durchaus normal ist, daß man nicht gleich druckreif schreibt. Wie schwierig und vereinnahmend es ist, sich darauf ganz einzulassen und wieviel Konzentration einem das abverlangt.

Und wieviel es eigentlich ist, wenn ich sage, daß mein gut zu schaffendes und wünschenswertes Tagespensum bei 4000 Wörtern liegt. Nach der Arbeit. Tendenziell trotz Übung inzwischen eher weniger, aber trotzdem versuche ich ja jeden Tag, das zu schaffen. Dafür schaffe ich aber inzwischen auch mehr am Stück, meistens muß ich erst nach 1500 Wörtern eine Pause machen.
Schreiben ist das perfekte Beispiel für den geistigen Zustand des Flow. Man fühlt sich herausgefordert, aber nicht überfordert, und tut etwas, was man gern macht und gut kann.

Das ist schon alles sehr komplex. Und davor steht etwas, mit dem ich mich jetzt wieder befassen werde, nämlich das Plotten. Es gibt eine vage kleine Idee für Teil 9, aber was sich im Moment wesentlich mehr aufdrängt, ist die Neuauflage von „2017“. Obwohl die damalige Version nicht schlecht ist und ich sie sehr gern lese, bin ich nicht zufrieden damit. Sie ist zu lang und zu sehr zur Lovestory mutiert. Ich will jetzt unter einer anderen Prämisse anfangen und vor allem neue Charaktere gestalten.
Daran werde ich mich jetzt begeben, denke ich, und abwarten, wie sich mein neuer Agenturkontakt entwickelt. Denn wenn da ein Okay kommt, habe ich sowieso erst mal sehr viel Überarbeitung vor mir. Aber darauf freue ich mich!

Zeichnen müßte ich auch mal wieder …

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