Auf ein Neues!

Selbst der trainierteste und hartgesottenste Autor hat es manchmal schwer, nach einer Pause wieder ins Schreiben reinzukommen. Zumindest geht es mir gerade so. Seit Tagen mühe ich mich damit ab, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen und Teil 9 neuzuschreiben, zumindest die zweite Hälfte. Logischerweise sollte ich das gleich in auktorialer Perspektive tun, da ich ja noch die Mammutaufgabe habe, ALLES in diese Perspektive zu ändern. Au révoir, Ich-Perspektive! Besser ist das.
Heute jedenfalls ist es mir aus unerklärlichen Gründen nicht schwergefallen, wieder zu schreiben. Zumindest am Anfang nicht. Das mit der dauerhaften Konzentration ist noch so eine Sache, aber ich arbeite daran.

Jedenfalls will ich Teil 9 in der zweiten Hälfte neuschreiben, weil die alte Fassung beim Probeleser durchgefallen ist. Bei mir übrigens auch. Aber manchmal steht man sich ja selbst im Weg und kriegt es auf Anhieb nicht besser hin.
Ab dem Zeitpunkt, wo Burke die Flucht ergreift, will ich alles noch mal neu machen. Gar nicht so einfach bei einer Geschichte, die man monatelang nicht angefaßt hat, aber natürlich ist es machbar.

Jedenfalls kann ich mich mit Andrea in auktorialer Perspektive ganz gut anfreunden:

Sie stapften beide weiter durch den Wald, in dem es immer nebliger wurde. Burke redete weiter vor sich hin, ohne daß Andrea hätte sagen können, wovon er sprach. So genau interessierte sie sich dafür nicht. In Gedanken war sie bei Fergus, den Burke hoffentlich nicht getötet hatte. Der Schlag war hart gewesen. Das war alles gründlich schiefgegangen. Was sie daran noch am allermeisten nervte, war die Tatsache, daß sie das alles geahnt hatte.
Sie begann gerade, sich so richtig in ihren Frust hineinzusteigern, als sie bemerkte, daß sie an einem steilen Abhang entlanglief. Sie erschrak, als ihr bewußt wurde, welch morbides Verlangen sie dazu trieb, den Abhang hinunterzuspringen, um Burke zu entkommen. Sie hatte schon so viele gefährliche Situationen erlebt, daß ihr jedes Bewußtsein für Gefahr fehlte. Sie konnte sich bei einem Sprung sonstwas brechen und Burke konnte auf sie schießen, aber trotzdem überlegte sie ernsthaft, ihm über den Abhang zu entwischen.
Interessanter wurde der Gedanke noch, als ihr klar wurde, daß ein kleiner Bach am Fuße des Abhangs vorbeifloß. Sie konnte nicht sagen, wie tief er war, aber er konnte ihren Sturz abfangen.
Sie war wild entschlossen, es zu versuchen. Dabei konnte sie nichts verlieren. Außerdem gewährte der Nebel ihr Schutz.

Gute 1400 Wörter habe ich heute geschafft. Für den Anfang gar nicht so schlecht.

Letzter Satz für heute: Dann fielen ihr die Augen zu.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Unable to load the SwipeAds FunCaptcha. Please contact the site owner to report the problem.